Die 70er

Nachdem im Jahre 1969 die Anschaffung einer neuen Uniform in die Tat umgesetzt worden war, wurde der Verein 1972 Mitglied im Deutschen Volksmusikerbund e. V. Durch die Mitgliedschaft in dieser Vereinigung hat der Verein dazu beitragen wollen, dass auch die deutsche Volksmusik in Gänze erhalten und gefördert bleibt.

Von der Übernahme des Vereins durch Hubert Adam als verantwortlicher Dirigent an bis zum vorgezogenen 25-jährigen Jubiläumsfest im Jahre 1974 waren es nur neun Jahre. In diesen neun Jahren hat der Musikverein jedoch sowohl in musikalischer als auch in personeller Hinsicht einen großen Fortschritt zu verzeichnen gehabt. Insbesondere gelang es Hubert Adam und dem gesamten Verein nunmehr auch mehr Jugendliche für das Vereinsleben zu begeistern und entsprechende Nachwuchsmusiker als Vereinsmitglieder zu gewinnen. Die ersten Früchte der unermüdlichen Nachwuchsförderung durch Hubert Adam konnten geerntet werden.1973

Einer der vielen Höhepunkte im Vereinsleben war in dieser Zeit unbestritten der Ausflug des Musikvereins nach Sondernau in die Röhn, wohin man sich im Oktober 1970 auf Einladung des Ehrenmitgliedes des Vereins, Herrn Pater Püttmann, begeben hatte. Dort gab die Kapelle nicht nur eine hervorragende musikalische Visitenkarte für ihn selbst und das Dorf Rehringhausen sondern auch ein Zeugnis des kameradschaftlichen Miteinanders für das intakte Vereinsleben ab.

Mittlerweile hatte als Nachfolger von Karl Josef Ohm zunächst Bernhard Kubiak für die Zeit von 1968 bis 1971 und dann ab 1971 der Tubist der "Ersten Stunde" Ludwig Hoberg das Amt des ersten Vorsitzenden übernommen.

Der lange schon bekundete Wille, den Verein in das Vereinsregister einzutragen, wurde im Jahre 1973 verwirklicht.

Auf Grund der Jubiläen im Jahre 1975 des Schützen- (75 Jahre) und Gesangsvereins (50 Jahre) zog der Verein das 25-jährige Jubiläumsfest um ein Jahr vor. Somit feierte der Verein am 18. und 19. Mai 1974 unter Mitwirkung von 18 Blaskapellen sowie dem örtlichen Männergesangverein und dem Männergesangverein Neger sein Musikfest. Dieses Musikfest stellte eine Herausforderung an den gesamten Verein dar. Viele Stunden der Vorbereitung und Organisation waren notwendig, um diese Großveranstaltung durchzuführen. Im Rückblick darf gesagt werden, dass das Musikfest einen überaus harmonischen Verlauf nahm und eine beeindruckende Demonstration der Blasmusik war. Die Erlebnisse dieser Tage sind allen damals Beteiligten noch lange in guter Erinnerung geblieben.

Besonders bemerkenswert war die in der Festrede des Schirmherren, des Bürgermeisters der Stadt Olpe, Herrn Alfred Enders, herausgestellte Tatsache, dass ein so kleiner Ort wie Rehringhausen nicht nur seit 50 Jahren einen Männergesangverein, sondern seit damals 25 Jahren – dank der Opferbereitschaft des gesamten Dorfes und der Uneigennützigkeit der aktiven Musiker – einen Musikverein mit damals 28 aktiven Musikern sein Eigen nennen darf.

Einen nicht unwesentlichen Anteil am Gelingen dieses Festes hatte Pater Günter Püttmann, der in gekonnter Manier durch das Festprogramm führte. Pater Püttmann war nicht nur der Sohn des Gründungsvorsitzenden Georg Püttmann, sondern auch ein Sohn des Dorfes und war trotz seiner seelsorgerischen Tätigkeit in der Ferne immer eng mit dem Musikverein verbunden. Im Sommer 1974 erreichte den Verein die schmerzliche Nachricht, dass Pater Püttmann plötzlich und unerwartet am 17. August verstorben sei. Er wurde unter großer Anteilnahme und mit musikalischer Begleitung des Vereins auf dem Friedhof des Ordens der Heiligen Familie in Lennestadt-Altenhundem zu Grabe getragen. Seine enge Verbundenheit mit dem Musikverein, sein Bemühen und seine Verdienste verpflichten den Verein zu Dank, Anerkennung und stetigem Gedenken.

Nach der Feier des 25-jährigen Jubiläums kehrte bald wieder der Alltag ein. Neben der Erfüllung des in der ersten Vereinssatzung gegebenen Auftrages, der Pflege geistlicher und weltlicher Musik zur Förderung des dörflichen Gemeinschaftslebens, galt es nunmehr Zukunftspläne und neue Perspektiven zu suchen, zu finden und die gesteckten Ziele zu erreichen.

Die nachfolgenden Jahre waren geprägt von einer sehr intensiven und erfolgreichen Vereinsarbeit. Die schriftlichen Aufzeichnungen der Jahresberichte sind ein beredtes Zeugnis für die Lebendigkeit des Orchesterlebens und berichten u. a. auch über viele gute zwischenmenschliche Beziehungen. Im Rahmen der kirchenmusikalischen Orchesterarbeit gestaltete der Musikverein neben den Gottesdiensten des Dorfes auch andernorts mannigfaltige kirchliche Veranstaltungen, insbesondere Prozessesionen mit. Die Aufzählung aller öffentlichen Auftritte würde sicherlich die Darlegung dieses kurzen Abrisses der Vereinsgeschichte sprengen. Es sei im Folgenden daher gestattet, nur die wesentlichen Ereignisse im Vereinsleben aufzuzeigen.

Da bis zum ersten Jubiläumsfest die Tanzmusik bei den Volksfesten, im Wesentlichen bei den Schützenfesten im heimischen Raum, von der gesamten Blaskapelle ausgeführt worden war, war es schon lange der Wunsch der aktiven Musiker, aus ihren Reihen ein Tanzbesetzung moderner Formation zu bilden. Nach intensiver Probenarbeit konnte in der Besetzung von fünf Saxophonen, fünf Trompeten, einer Tuba, einem Schlagzeug und drei Posaunen beim Chorfest des hiesigen Männergesangvereins vom 2. bis 4. Mai 1975 der erste öffentliche Auftritt der neu gebildeten Tanzbesetzung verzeichnet werden. Maßgebenden Anteil an diesem Erfolg hatte nicht zuletzt der Kapellmeister Hubert Adam, der neben seinen Aufgaben als Dirigent auch der Tanzkapelle als Saxophonist und "Bandleader" angehörte und sich in uneigennütziger Weise auch in dieser Aufgabe für den Verein einbrachte.

Die Vereinstätigkeit der nachstehenden Zeit konzentrierte sich im Wesentlichen neben den Verpflichtungen im örtlichen Bereich auf die Übernahme der musikalischen Gestaltung von Volks-, Schützen-, Sänger- und Waldfesten, zumal es galt, einen finanziellen Grundstein für die anstehende Erneuerung der Uniformen und die immer wieder notwendige Modernisierung der Tanzmusik mit ihren sehr kostenintensiven und teuren technischen Instrumenten zu schaffen.

In den Jahren von 1975 bis 1990 entwickelte sich der Vereinstetig weiter. Unter anderem wurde er für die musikalische Gestaltung der Schützenfeste in Listerscheid, Brachthausen, Kreuztal-Eichen, Oberveischede, Rahrbach, Neuenkleusheim, Neger, Saßmicke, Lütringhausen, Helden, und Valbert verpflichtet, wobei es dem Verein stets gelang, die in ihn gesetzten Erwartungen zu erfüllen.

Im Jahr 1976 erfolgte die Einweihung der neuen Orgel in der Kirche in Rehringhausen mit Einführung der Ehrenmitglieder Pater Bernhard Hoberg und Probst Peter Hoberg als Ortsgeistliche.

Im Jahre 1979 nahm der Musikverein erstmals an einem Kritikspielen in Grevenbrück teil und konnte sich über einen zweiten Platz in der Kategorie Mittelstufe freuen.

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